Pfingstkirmes 2026 in Orsbeck-Luchtenberg
Vier Tage voller Tradition, Gemeinschaft und gelebtem Brauchtum…
Die Pfingstkirmes 2026 der St. Martini Schützenbruderschaft Orsbeck-Luchtenberg wird allen Beteiligten noch lange in bester Erinnerung bleiben. Über mehrere Tage hinweg standen Brauchtum, Gemeinschaft, Glaube und Geselligkeit im Mittelpunkt des Dorflebens. Zahlreiche Helferinnen und Helfer, die Familien der Majestäten, befreundete Vereine sowie viele Besucherinnen und Besucher sorgten gemeinsam dafür, dass die diesjährige Kirmes zu einem besonderen Ereignis wurde.
Besonders bemerkenswert war dabei die Rückkehr einiger liebgewonnener Traditionen. Erstmals seit dem Jahr 2010 wurde wieder ein Festzelt auf dem Von-Rohmen-Platz errichtet. Darüber hinaus kehrte nach dreizehnjähriger Pause erstmals seit 2013 der Klompenball in das Kirmesprogramm zurück. Diese beiden Besonderheiten verliehen der Pfingstkirmes 2026 einen ganz besonderen Stellenwert.
Mittwoch - Das Festzelt kehrt zurück
Bereits am Mittwoch vor Pfingsten wurde der Grundstein für das Kirmeswochenende gelegt. Auf dem Von-Rohmen-Platz begann die Firma CAD-Zelte mit dem Aufbau des großen Festzeltes. Schon während der Aufbauarbeiten war die Vorfreude auf die bevorstehenden Festtage deutlich spürbar. Viele Bürgerinnen und Bürger verfolgten interessiert die Arbeiten und freuten sich darüber, dass erstmals seit dem Jahr 2010 wieder ein Festzelt das Zentrum der Kirmes bilden sollte.
Das Festzelt wurde in den kommenden Tagen zum Mittelpunkt des gesamten Festgeschehens. Hier fanden Gottesdienst, Frühschoppen, Cafeteria, Tanzveranstaltungen und gesellige Begegnungen statt. Mit jedem aufgebauten Zeltteil wuchs die Vorfreude auf die bevorstehenden Kirmestage.
Donnerstag – Schmücken bei Schülerprinzessin Fiona Döbel
Am Donnerstag stand das traditionelle Schmücken bei der Schülerprinzessin Fiona Döbel in Vogelsang auf dem Programm. Hierzu versammelten sich zahlreiche Mitglieder der St. Martini Schützenbruderschaft Orsbeck-Luchtenberg, Vertreter der Nachbarschaft sowie Teile des Ratheimer Trommler- und Pfeiferkorps. Gemeinsam wurde das Haus der Schülerprinzessin festlich hergerichtet.
Mit Fahnen, Girlanden und zahlreichen Röschen entstand ein festliches Gesamtbild. Viele fleißige Hände sorgten dafür, dass Fiona Döbel und ihre Familie einen würdigen Rahmen für die bevorstehenden Festtage erhielten. Besonders ins Augefiel in diesem Jahr die Gestaltung der Röschen. Während in den vergangenen Jahren traditionell blau-weiße Rosen verwendet wurden, entschieden sich die Majestäten 2026 für individuelle Farben. Die Rosen wurden jeweils passend zu den Farben der Festkleider ausgewählt. Dadurch erhielt die Dekoration eine persönliche und moderne Note, die von vielen Besuchern mit Begeisterung aufgenommen wurde.
Freitag – Festlicher Schmuck bei Jugendprinzessin Annika Douven
Am Freitag trafen sich zahlreiche Helferinnen und Helfer am Haus der Jugendprinzessin Annika Douven. Mit großem Engagement wurden die traditionellen Königspyramiden aufgebaut, die seit vielen Jahren zu den markantesten Symbolen der Kirmes gehören. Darüber hinaus entstand eine festliche Birkenallee, die den Weg zum Haus der Jugendprinzessin schmückte. Auch hier setzte sich das neue Gestaltungskonzept fort. Die Rosen wurden farblich auf das Festkleid der Jugendprinzessin abgestimmt und verliehen dem Anwesen einen ganz besonderen Charakter. Bis in die Abendstunden hinein wurde gearbeitet, bevor die Helferinnen und Helfer den gelungenen Aufbau in geselliger Runde ausklingen ließen.
Samstag – Traditioneller Maizug und Partyabend
Der Samstag begann mit einer Besonderheit. Der traditionelle Maizug startete in diesem Jahr erstmals nicht in Luchtenberg, sondern am Haus der Schülerprinzessin Fiona Döbel in Vogelsang. Dort versammelten sich die Mitglieder der St. Martini Schützenbruderschaft Orsbeck-Luchtenberg gemeinsam mit ihren Majestäten.
Musikalisch begleitet wurde der Zug vom Musikverein Orsbeck-Luchtenberg-Unterbruch sowie vom Trommlerkorps Brüggen-Born. Nach dem Antreten setzte sich der Festzug in Bewegung. Die Strecke führte durch Vogelsang über einen kleinen Feldweg bis zum Rurweg und anschließend über die Ratheimer Straße zum Haus der Bambini-Prinzessin Alicia Müller. Dort fand ein besonderer Moment statt. Erstmals wurden alle drei Majestäten gemeinsam präsentiert. Bambini-Prinzessin Alicia Müller, Schülerprinzessin Fiona Döbel und Jugendprinzessin Annika Douven standen gemeinsam im Mittelpunkt und wurden von den zahlreichen Besuchern herzlich begrüßt. Mit der Präsentation aller Majestäten war der Zug vollständig und setzte seinen Weg in bester Stimmung fort.
Am Abend verlagerte sich das Geschehen auf das Festzelt am Von-Rohmen-Platz. Ab 19 Uhr begann dort der große Partyabend. Gemeinsam mit einem DJ wurde bis in die Nacht ausgelassen gefeiert. Besonders die Jugendlichen und jungen Erwachsenen nutzten die Gelegenheit, gemeinsam mit ihren Majestäten einen unvergesslichen Abend zu erleben. Das Festzelt war hervorragend besucht und bot die ideale Kulisse für einen gelungenen Auftakt in das eigentliche Kirmeswochenende.
Sonntag – Hochamt, Gefallenenehrung, Frühschoppen und großer Festumzug
Der Pfingstsonntag begann traditionell mit dem Festhochamt. Aufgrund der besonderen Rahmenbedingungen fand die Messe in diesem Jahr jedoch nicht in der Pfarrkirche statt, sondern um 9 Uhr im Festzelt.
Die heilige Messe wurde von Pastor und Präses Thomas Wieners zelebriert. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von der Chorgemeinschaft St. Martini Orsbeck-Luchtenberg, die für einen würdigen und feierlichen Rahmen sorgte. Im Anschluss begaben sich die Teilnehmer zum Ehrenmal auf dem Kirchhof. Dort fand die traditionelle Gefallenenehrung statt. Das historische Kriegerdenkmal erinnert bereits seit dem Jahr 1919 an die Opfer von Krieg und Gewalt. In einer würdevollen Zeremonie gedachten die Anwesenden der Verstorbenen und mahnten zugleich zum Frieden. Anschließend folgte eine weitere Premiere.
Erstmals fand ein musikalischer Frühschoppen statt. Die Musikgemeinschaft Orsbeck-Luchtenberg-Unterbruch sorgte dabei für die musikalische Unterhaltung und schuf eine hervorragende Atmosphäre im Festzelt. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, einige gesellige Stunden miteinander zu verbringen und sich auf den Höhepunkt des Tages vorzubereiten.
Ab 14 Uhr öffnete die Cafeteria ihre Türen. Das reichhaltige Kuchenangebot lockte zahlreiche Gäste ins Festzelt. Gegen 15:30 Uhr trafen die Gastvereine und befreundeten Bruderschaften zum Antreten für den großen Festumzug ein. Neben der heimischen Bruderschaft nahmen unter anderem die Schützenbruderschaft Myhl, der UKV, der 1. FC Wassenberg-Orsbeck sowie eine Abordnung der KG Kongo aus Wassenberg teil.
Pünktlich um 16 Uhr setzte sich der große Festumzug in Bewegung. Die Route führte zunächst zum Haus der Jugendprinzessin Annika Douven. Dort wurden die Majestäten sowie zahlreiche Ehrengäste abgeholt. Zu ihnen gehörten Bürgermeister Marcel Maurer, Vertreter aus Politik und Vereinswesen, ehemalige Könige sowie weitere geladene Gäste.
Eine besondere Ehre wurde in diesem Jahr Pastor Thomas Wieners zuteil. Nach der Satzung der Bruderschaft muss während der Pfingstkirmes das Königssilber getragen werden. Da derzeit kein amtierender König vorhanden ist, entschied sich die Bruderschaft, diese ehrenvolle Aufgabe ihrem Präses zu übertragen. So trug Thomas Wieners während des Festumzuges das historische Schützensilber. Begleitet wurde er von Diakon Arno Zweden und Pfarrer Josef Gao. Dieses außergewöhnliche Bild unterstrich die enge Verbundenheit zwischen Kirche und Bruderschaft und wurde von vielen Zuschauern mit großer Anerkennung wahrgenommen.
Nach der Präsentation der Majestäten setzte sich der Festzug weiter in Richtung Luchtenberg fort. Über die Straßen Im Diek und Neusser Weg führte die Strecke bis zum Luchtenberger Kreuz. Dort erfolgte die Wendung, bevor der Zug auf direktem Weg zurück zur Parade marschierte. Entlang des gesamten Zugweges hatten sich zahlreiche Zuschauer versammelt. Viele Häuser waren festlich geschmückt und sorgten für ein eindrucksvolles Gesamtbild. Die anschließende Parade bildete einen weiteren Höhepunkt des Tages und wurde von den Gästen mit großem Applaus begleitet.
Traditionell fand ab 17.15 Uhr auf der Straße Alt Orsbeck die festliche Parade vor den Majestäten statt. Unter großem Jubel der Zuschauerinnen und Zuschauer marschierten die einzelnen Gruppen und Vereine an den festlich gekleideten Ehrengästen und dem Hofstaat vorbei. Der Trommler- und Pfeiferkorps sowie der Musikverein marschierten – den Parade-Marsch spielend – ebenfalls entlang der Prominenz und nahmen gegenüber Aufstellung. Nach der Parade zogen alle ins Festzelt, in dem dann der Festball begann.
Montag – Klompenball feiert seine Rückkehr
Der Pfingstmontag stand ganz im Zeichen einer traditionsreichen Veranstaltung, die nach langer Pause zurückkehrte. Erstmals seit dem Jahr 2013 fand wieder ein Klompenball in Orsbeck-Luchtenberg statt. Entsprechend groß war die Vorfreude vieler Teilnehmer und Besucher. Bereits um 14 Uhr trafen sich die Teilnehmer am Sportpark zum gemeinsamen Antreten. Von dort aus setzte sich der farbenfrohe Festzug durch die Straßen des Dorfes in Bewegung. Über die Anton-Heuter-Straße, die Johann-Hugo-Straße, die Johannes-Gehlen-Straße und entlang des Klingelbachs zog die Gesellschaft zum Festzelt auf dem Von-Rohmen-Platz. Die Teilnehmer hatten sich große Mühe bei der Gestaltung ihrer Kostüme und Klompen gegeben.
Kreative Ideen, humorvolle Verkleidungen und aufwendig gestaltete Holzschuhe sorgten entlang der Strecke für Begeisterung bei den zahlreichen Zuschauern. Im Festzelt angekommen begann die große Klompenprämierung. Die Jury hatte angesichts der vielen gelungenen Beiträge keine leichte Aufgabe. Zahlreiche Gruppen überzeugten mit außergewöhnlichen Ideen, handwerklichem Geschick und viel Liebe zum Detail. Die schönsten und originellsten Gruppen wurden schließlich ausgezeichnet und vom Publikum mit großem Applaus gefeiert. Die Wiederauflage des Klompenballs erwies sich als voller Erfolg. Viele Besucher äußerten den Wunsch, diese beliebte Tradition künftig wieder regelmäßig in das Programm der Pfingstkirmes aufzunehmen.
Mit dem Klompenball endete die Pfingstkirmes 2026 in Orsbeck-Luchtenberg. Hinter allen Beteiligten lagen ereignisreiche Tage voller Tradition, Gemeinschaft und unvergesslicher Begegnungen. Besonders die vielen Besonderheiten machten die diesjährige Kirmes zu etwas Außergewöhnlichem. Der Start des Maizuges in Vogelsang, das Festhochamt im Festzelt, der erstmals veranstaltete musikalische Frühschoppen, die Rückkehr des Klompenballs nach dreizehnjähriger Pause sowie die Errichtung eines Festzeltes auf dem Von-Rohmen-Platz erstmals seit 2010 werden dauerhaft mit der Pfingstkirmes 2026 verbunden bleiben.
