Kreuzfest 2026

Am 19.9.2026 veranstaltete die Kirchengemeinde Orsbeck-Luchtenberg das traditionelle Kreuzfest. Nachdem die Pilger aus den Ortschaften Anrath, Schiefbahn und Vorst angekommen waren, startete die Prozession ab der Orsbecker Kirche Richtung Luchtenberger Kreuz. Dieses Mal trug die Monstranz mit der Kreuzreliquie Pater Gerald Tanye, der einen Tag später in der Myhler Kirche sein 25-jähriges Dienstjubiläum feiern wird. Wassenberg, so sagte er, sei seine 2. Heimat. 

Der Baldachin wurde von den Schützen getragen und dahinter ging Pastor Wieners. Dahinter spielte der Musikverein St. Martinus  Orsbeck Luchtenberg und es folgten die Frauen, Männer und einige Kinder aus den Pilger-Ortschaften sowie aus Orsbeck und Luchtenberg.

So zog man in großer Gruppe durch den Ort. Einige Passanten blieben stehen, andere gingen achtlos vorbei, einige Autos stoppten, machten den Motor aus und warteten, bis die Prozession vorbei war, andere fuhren achtlos über den Bordstein an der Prozession vorbei. Pastor Wieners meinte später in der Kirche, der Fahrer hätte es wohl eilig gehabt. Ich selbst wurde von einer Gruppe junger Männer angesprochen, die neu zugezogen waren und nach dem Ereignis fragten.

Schon bald erreichten wir das Luchtenberger Kreuz, das wie in den vergangenen Jahren festlich geschmückt war.

Pastor Wieners begrüßte hier am Kreuz zunächst noch einmal ganz herzlich die Besucher und Besucherinnen aus Vorst, Schiefbahn und Anrath. Besonders begrüßte er Pater Tanye und wies auf das Priesterjubiläum am morgigen Tag in Myhl hin. Schließlich sprach er über die Bedeutung des Kreuzes. Durch das Kreuz spüren wir die Gegenwart Jesus, auch hier an diesem Ort in Luchtenberg. Der Kreuzsplitter in der Monstranz versetzt einen nach einigen stillen Minuten in seiner Gegenwart nach Golgatha,- so drückte er sich aus –  so, als wäre man damals dabei gewesen. Das Kreuz ist die Tür zu Gott, sie öffnet das Vertrauen zu Gott. Das Kreuz ist etwas ganz Besonderes. Bei dem verheerenden Brand im Hohen Venn wurde alles vernichtet. Das Kreuz blieb stehen. So gibt es viele ähnliche Beispiele.

Im Anschluss erteilte Pater Tanye mit der Kreuzreliquie den Segen.

Betend traten die Pilger den Rückweg zur Orsbecker Kirche an. 

Mit einem feierlichen Einzug begann in der Kirche die Messe. Pastor Wieners zeigte das Bild eines Kreuzes, dass an 3 Seiten den Bildrand sprengte, es ging über den Rand hinaus, ließ sich nicht in den Rahmen einordnen. Das Kreuz, so formulierte er, steht für Krankheiten, für Not, für Mobbing, für all das Unheil, dass uns Menschen treffen kann. Aber das Kreuz, symbolisiert als unser Leid, ordnet sich nicht ein, es sprengt den Rahmen. Herr Wieners zeigte ein zweites Bild, ein Fragezeichen: Warum muss das so sein? Die Kreuze, die uns treffen, kommen nicht von Gott. Gott respektiert unsere Freiheit. Er lässt uns unseren freien Willen. Wir können uns für ihn, aber auch dagegen entscheiden. Gott hat Respekt vor unseren Entscheidungen. Wir sagen, wer am Kreuz hängt, der ist verflucht. Aber da ist etwas passiert , eine Wandlung. Jesus als der Mensch gewordene Sohn Marias hing am Kreuze, er war ganz unten. Durch die Auferstehung wurde er wieder zu Gott. Hier ist der Raum der Erde, dort ist der Raum der Gnade. Vertrauen wir uns in unserem Leid Gott an! Er wird uns hören. 

Im Anschluss an die Messe bestand die Möglichkeit für alle, sich mit der Kreuzreliquie segnen zu lassen.

 

Anschließend waren alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Pizzaessen ins Pfarrheim eingeladen.